Nachdem meine Gedanken an mir vorbeigezogen sind, erwachte ich anschließend aus
meinem eher kurzen Traum. Ein ätzender fauliger Geruch stieg mir in die Nase,
ausgehend von der Dunkelelfen Leiche, im Gegensatz zu den herkömmlichen Elfen
verfaulten ihre Kadaver schneller. Es lag wohl an der Reinheit der Elfen dass
sich dieser Prozess solange zog. Ich musste wohl einige Stunden geruht haben,
jedoch eher unfreiwillig. Wenigstens konnte ich einen meiner Verfolger
ausschalten, es verschaffte mir vor den anderen etwas Zeit, da sie immer in
relativ weiten Abständen liefen. Vier weitere Jäger waren auf der Jagd nach mir,
wäre mir nur dieser eine Fehler bei den Attentat nicht unterlaufen. Ich hoffe
nur dass ich das hier überlege... Irgendwie schaffst du das schon Nahr! Wie
jedes Mal. Jedoch bevor ich weiter ziehe um die Gruppe meiner Verfolger
entzerren, sollte ich das Blut abwaschen, für eine komplett Reinigung ist keine
Zeit, und unbedingt etwas Nahrung zu mir nehmen. Somit erhob ich mich gleich und
ging in Richtung des kleinen Teichs den ich in der Nähe zuvor ausgemacht habe.
Ich formte mit meinem beiden Händen eine Schüssel um das Wasser zu sammeln und
meine Lippen zu befeuchten. Herrlich! Anschließend wusch ich mir das Blut aus
dem Gesicht, von den Händen, von meinem Dolch und von meiner Brustplatte. Als
letztes füllte ich meinen Wasserschlauch um wenigstens etwas dabei zu haben. Was
das Essen anging, so reichte mir ein halber Laib Brot um wieder etwas zu Kräften
zu kommen. Etwas anderes hätte nur unnötiges Wild angelockt und wäre
unvorteilhaft für mich gewesen. Letztlich packte ich den Rest des Brotes in
meinen provisorischen Rucksack, ihn sollte ich mal gegen etwas 'schöneres'
ersetzen. Irgendwann mal. Vor meinem Aufbruch prüfte ich noch meine Ausrüstung.
Links meinen Jade Dolch. Rechts mein blau schimmerndes Schwert aus einen
mysteriösen Material, der Schmied von dem ich es erworben hatte, wollte es mir
nicht verraten woraus es gefertigt wurde. Wohl ein Geheimnis. Meinen goldenen
Langbogen auf meinem Rücken, ihn hatte ich von meinem Vater zu den Opferspielen
erhalten, angeblich aus der Schuppe des goldenen Drachen gefertigt. Zu guter
letzt noch meinem Köcher Pfeile, die ihren Platz an meiner rechten Schulter
fanden. Obwohl mich jedermann erkennen würde, trug ich diese Waffen mit stolz.
Ich war bereit meinen Häschern zu entkommen... oder sie zu töten.
Als dem Dunkelelf die Berührung des Todes widerfuhr, zog ich meinen
grünglänzenden Jadedolch aus seiner Leiche. Die Jagd nach ihm und der Kampf
dauerte lange und war kräftezehrend. Doch es gibt immer genau einen Moment an
dem es vorbei ist, an dem Fehler gemacht werde und in diesem man getötet wird.
Hätte der Kampf länger angedauert, würde ich hier tot am Boden liegen. Jetzt
erst merkte ich wie schwach ich war, daraufhin sackte ich auch von der Müdigkeit
überrumpelt ein. Was folgte, waren abermals Erinnerungen an meine verlorene
Heimat, gebranntschatzt durch die hiesigen Nationen. Wiedermal zogen meine
Erinnerungen an mir vorbei. Meine Geburtsstädte, die sich weit von der großen
Zwergenhauptstadt Montisignor befand und weit Weg von dem Brandherd der drei
Nationen Alsius, Ignis und Syrtis. Meine Erinnerungen zeigten meine Geburt,
meine Einführung in die Kampf-,Kriegs-, und Jagdkunst. Es zeigte die Opferspiele
und die Entscheidung dass ich meine Seelenverwandte töten musste. Wird sie es
mir je verzeihen? Es zeigte die Invasion und es zeigte den Tod meiner ganzen
Dynastie. Und... wie ich auf meinen Pfad der Verzweiflung und Zerstörung gelangt
bin. Viele Leute nannten mich den Nachtmahr. Es lag vielleicht daran dass ich
die Nacht vorzug. Ja... Das ist mein Name Nahr.
Und dies ist meine Geschichte!
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Hab auch mal etwas angefangen^^