Beiträge von Weed

    Die Stimme des Barden war für immer verstummt, nie wieder werden seine Finger an den Saiten eines Instruments zupfen. Leise singen einige Vögel oben in den Baumwipfeln, der Wind spielt mit den Blättern und lässt sie in seiner Melodie rascheln. Reglos sass Harry neben dem abkühlenden Körper, gedenkt im Angesicht des Todes seinen verstorbenen Freunden und Eltern. Ruckartig steht er auf, folgte dem Rat des nun mehr toten Barden und durchsuchte sein Gepäck gründlich. Ein Hemd aus feiner Wolle, eine Hose aus gegerbten Leder, beides in leicht grünlichen und grauen Farbtönen gehalten fand er in einer Tasche. Dazu ein breiter Gürtel mit kunstvoll geschmiedeter Schnalle, weiche aus Leder gefertigte Stiefel und einen Umhang mit Kapuze legt er für sich auf die Seite. Dazu noch die Laute und ein kleiner Dolch. Mit dem unter den Sachen gefunden Kurzschwert hob er kurzer Hand ein längliches Grab aus, legte den Barden vorsichtig hinein und mit ihm all die Dinge, die Harry nicht für sich selbst benötigte oder brauchen konnte. Er wollte nicht, dass die Leiche von Wildtieren zerfleischt wurde oder noch schlimmer, von Alsen entdeckt werden konnte. Bevor Harry das Grab wieder schloss, entledigte er sich seinen alten Kleider und den Sachen, die er von Sansa bekommen hatte, warf jene auch mit ins Grad und schon mit blossen Händen die Erde darüber, da er das Kurzschwert mit dazu gelegt hatte. Bedächtig kniete er sich danach vor den kleinen Grabhügel und da er nicht wusste, zu welchen Göttern der Barde hinauf geblickt hatte, betete der Ritter zu seinen eigenen. Lange blieb er vor dem Grab knien, bat um Frieden und Ruhe für den Barden, um Glück und Weisheit, Weitsicht und Geschick für sich selbst. Der Tag war längst vorgeschritten, hatte den Zenit bereits überschritten als Harry sich erhob und dem Rauschen eines nahen Baches folgte. Ohne zu Zögern sprang er in das eiskalte Wasser, wusch sich Erde und Blut von seinem Körper und versuchte in seinem Innern wieder zu Ruhe zu kommen. Der Tod des Barden hatte ihm eine Möglichkeit eröffnet, von der er am Abend zuvor noch nicht mal zu träumen gewagt hätte. Von der Wärme der Sonne liess Harry seinen Körper trocknen, zog die Kleider des Barden an und betrachtete sich in der spiegelglatten Oberfläche des Wassers an einer ruhigen Stelle des Baches. Der Bart war in den letzten Tagen merklich gewachsen, vorsichtig stutzte der Ritter ihn, band die langen Haare hinten zu einem Pferdeschwanz zusammen und setzte sich den Schlapphut des Barden auf. Nochmal blickte er auf das Wasser und musste feststellen, dass das Gesicht dort auf der Oberfläche nicht mehr viel mit dem stolzen Ritter, der gegen die Alsen ausgezogen war, gemeinsam hatte. Zufrieden nickte er, sah sich ein letztes Mal auf der Lichtung um, liess seine Augen über den toten Bären und das kaum bemerkbare Grab schweifen und wandte sich dann ab.
    Langsam lichtete sich der dichte Wald und Harry stiess auf einen gepflasterten Weg, beinahe schon eine Strasse. Ein Lied pfeifend, wendete er sich gen Osten und folgte der Strasse. Einige Meilen hatte er schon hinter sich, als es merklich kühler wurde und die Sonne sich langsam von dem heutigen Tage verabschiedet. Der Geruch von gebratenem Fleisch stieg ihm in die Nase und Harry gab sich einen Ruck. Die Strasse machte einen Knicks nach links und Harry erblickte, nachdem er die Strecke überwunden hatte, einen Rastplatz. Hoch loderte das Feuer, auf dem gerade ein Schwein gegrillt wurde und darum herum sassen oder standen einige Zwerge und Ziegen. Mit verkrampftem Herzen und zittrigen Knien ging der Igge auf die Alsen zu, sich wohl bewusst, wenn die Maskerade versagen würde, sein Leben kein Pfifferling mehr wert war. Mit Schrecken musste er feststellen, dass einige der Gesichter ihm doch recht bekannt vorkamen, obwohl er die Krieger nicht persönlich kannte, auf den Schlachtfeldern war man sich doch schon des Öfteren vor die Klingen geraten. Laut zupfte er an den Saiten des Instrument und rief den Gestallten in der Sprache der Alsen zu
    ''Johohoooo, seid gegrüsst, tapfere Krieger. Würdet ihr euer Mahl mit mir teilen? Gerne würde ich euch im Gegenzug dafür unterhalten und die kalte Nacht ein wenig kürzer erscheinen lassen''

    hahahahaha



    nein bei mir ist top wetter, sitz aufm dach und geniess die sonne :D


    da ich nur überwachen muss, sogar zeit zum schreiben und spamen, so lob ich mir arbeit ^^

    klar doch



    aber wer bringt bier? wer steht in der pause an für noch mehr bier? man(n) will doch nix verpassen :whistling: :whistling: :D